Das 3-Konten-Modell: Einfach erklärt – jetzt Geld sparen

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Das 3-Konten-Modell eignet sich ideal zum Sparen. Es soll dir helfen deine Finanzen in den Griff zu bekommen und zu strukturieren. Es ist viel wichtiger ein System für deinen Erfolg aufzusetzen als kleine Sparziele zu erreichen. Daher empfehlen wir es auch immer klare Ziele und Werte sowie eine Vision für dich zu definieren. Warum sparst du überhaupt? Welches Ziel willst du erreichen?

Sobald du deine Ziele für dich definiert hast, kannst du beginnen ein Sparsystem aufzusetzen und richtig zu sparen.

Welche Fehler werden oftmals beim Sparen gemacht?

Schaust du dir typische Sparfehler an, wirst du schnell feststellen, dass es 2 Hauptfehler beim richtigen Sparen gibt.

1. Kein Sparsystem

❌ Wir glauben, dass viele Menschen gar kein Sparsystem besitzen und sich daher sehr schwer tuen langfristig ihre Ziele zu erreichen. Wenn du deine Ziele nicht kennst, kein System hat, sondern einfach nur gelegentlich 5€ in den Sparschwein wirst, dann wirst du deine Ziele garnicht oder sehr viel später erreichen. In einem guten Sparsystem legst du einen monatlich fixen Betrag fest, der jeden Monat von deinem Konto abgebucht wird und auf ein anderes Konto (dein Sparkonto) fließt. Nur durch das automatisieren vom Sparen, wirst du langfristig erfolgreich sein und hast auch wesentlich weniger Stress. “Set it and forget it”

2. Sehr kompliziertes Sparsystem

❌ Ein anderer häufiger Fehler ist es, dass andere sehr komplizierte Sparsysteme haben. Nach jedem Einkauf sparst du 1€, an speziellen Tagen und auch noch zum Geburtstag. Natürlich ist es generell besser, als garnicht zu sparen. Allerdings ist die tatsächliche Umsetzung schwieriger, wodurch viele Leute einfach abbrechen.

Damit dir diese Fehler nicht passieren, stellen wir dir heute das 3-Konten-System vor.

Wie funktioniert das 3-Konto-Modell?

Das 3-Konten-Modell, oder wie wir es nennen würden, das “3-Konten-System”, ist viel mehr ein richtiges Sparsystem, das du dir aufsetzt, als ein einfaches Modell. Das gute an einem System ist, das es prinzipiell ohne dein regelmäßiges Zutuen funktioniert. Systeme sind automatisch und du müssen nicht ständig erneuert werden. Gerade beim Sparen, willst du dich nicht jeden Monat, oder sogar jede Woche, immer wieder mit dem Gleichen auseinander setzen. Du sparst schließlich für 2 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre oder sogar 20 Jahre. Nun zum 3-Konten-System.

Im 3-Konten-Modell hast du, wie der Name schon sagt, 3 Konten. Genauer gesagt hast du ein Basis-Konto, ein Sparkonto und ein Spaßkonto. Über diese drei Konten verteilst du deine Einnahmen, Ausgaben, Sonderausgaben und dein Gespartes.

Das Basis-Konto im 3-Konten-System

Das Basis-Konto ist ein kostenloses Girokonto*. Auf dieses Konto geht dein Gehalt ein und deine monatlichen Ausgaben fließen von diesem Konto ab. Insbesondere deine monatlichen Fixkosten (Miete, Strom, Auto, Lebensmittel, Versicherungen, etc.) sollten von diesem Konto abfließen. Ziel des Girokontos oder Basis-Kontos ist es deinen Zahlungsverkehr abbilden zu können.

Wir empfehlen dir ein kostenloses Girokonto, insofern du noch keins hast. Weitere Infos dazu findest du in unserem Artikel zu den besten Girokonten. 

Ein Basis-Konto wirst du also sicherlich schon besitzen. Es schadet dir allerdings nicht für dein Sparsystem ein neues kostenloses Girokonto*, wie beispielsweise von der comdirect, zu eröffnen. Was du jetzt noch brauchst ist ein Spaß-Konto und ein Spar-Konto.

Das Spar-Konto im 3-Konten-System

3-Konto-System-Basis-Konto

Natürlich willst du mit dem 3-Konten-Modell ein System schaffen um zu sparen. Im 3-Konten-System legst du jeden Monat einen fixen Betrag fest, der von deinem Basis-Konto auf dein Spar-Konto und dein Spaß-Konto fließt. Wichtig dabei ist, dass dein Spar-Konto nicht unbedingt ein Konto seien muss. Wenn du dich ganz am Anfang des Sparens befindest, solltest du zuerst deinen Notgroschen aufbauen. In diesem Falle, solltest du unbedingt ein Tagesgeldkonto eröffnen, welche dann das Spar-Konto in deinem 3-Konten-System darstellt. Das beste Tagesgeldkonto in 2019 findest du in unserem Artikel. Generell kannst du bei vielen Banken, wie der ING-DiBa*, ein kostenloses Tagesgeldkonto eröffnen.

Hast du bereits 2-3 Monatgehälter angespart, kannst du das dein Spar-Konto auch in ein Spar-Depot* umwandeln. Wesentlich ist, dass du dieses System automatisiert. Das heißt, du solltest einen Dauerauftrag einrichten und regelmäßig einen fixen Betrag, sei es 50€, 100€ oder 500€, auf das Spar-Konto überweisen.

Wenn du ein Spar-Depot benutzt, dann eignen sich ETFs sehr gut. Mittlerweile gibt es viele kostenlose ETF-Sparpläne mit denen du sehr kostengünstig (oftmals komplett kostenlos) sparen kannst. Einen Anbieterüberblick mit kostenlosen Depot und kostenlosen ETF Sparpläne findest du hier. Generell können wir dir das Spar-Depot der Comdirect* empfehlen. Wichtig ist, dass du eine Sparhöhe festlegst, die du langfristig über mehrere Jahre durchhalten kannst. Wie das geht, erfährst du weiter unten im Artikel.

Das Spaß-Konto im 3-Konten-SystemSpaß-Konto

Das 3-Konten-System beinhaltet ebenfalls ein Spaß-Konto. Jetzt fragst du dich sicherlich wofür du deine Ausgaben nochmal abtrennen solltest? Das Spaß-Konto ist besonders praktisch für höhere Ausgaben, wie zum Beispiel einen Jahresurlaub. Es bleibt allerdings dir selber überlassen, ob du dein Spar-Konto auch für Restaurantbesuche, kleinere Freizeitaktivitäten oder einen Kinobesuch nutzt. Insgesamt erhältst du so einen besseren Überblick über deine freiwilligen bzw. variablen Ausgaben. Du siehst schneller, was du dir diesen Monat noch erlauben kannst, oder was du nicht mehr kannst.

Für dein Sparkonto eröffnest du ebenfalls ein kostenloses Girokonto* bei einer Bank deiner Wahl.

Wie lege ich die Sparhöhe für die drei Konten fest?

Wie du nun weißt, solltest du dein Geld auf 3 unterschiedliche Konten verteilen. Doch welche Höhe ist die Beste. Unser bester Tipp ist es, dass du dir rückwirkend in deinem Bankkonto die Umsätze der letzten 3 Monate anschaust. Wenn du bereits ein Haushaltsbuch führst, dann sollten dir deine Fixkosten, variablen Kosten und deine Sparquote bereits etwas sagen. Führst du kein Haushaltsbuch, ist es spätestens jetzt die Zeit dafür. Dazu teilst du deine gesamten Ausgaben der letzten 3 Monate in diese 3 Kategorien auf.

Die Höhe deiner Fixkosten wirst du zeitnah nicht ändern. Mach dir jedoch eine Liste, welches diese sind.

Anschließen beginnst du damit deine restlichen variablen Kosten aufzuschreiben und größere Sonderausgaben wie z.B. deinen Urlaub auf einen Durchschnitt aufzuteilen. Fährst du zum Beispiel zwei Mal im Jahr in den Urlaub für 1200€. Dann solltest du die 2400€ auf 12 Monate aufteilen und jeden Monat 200€ für deinen Urlaub zurücklegen.

Das hat viel mit deiner Budgetplanung zu tuen.

Der restliche freie monatliche Betrag ist nun dein Sparbetrag. Selbst wenn dir nur 20€, 50€ oder 100€ am Ende des Monat bleiben, kannst du hiermit sehr gut arbeiten und langfristig anfangen zu sparen. Eine gute Sparquote liegt bei 20% – 30% deines Nettoeinkommens. Verdienst du also 2000€ im Monat, solltest du probieren noch rund 200€ im Monat zum Sparen zu verwenden.

Das Drei-Konten-Modell einrichten: Unser Vorschlag 

Für Anfänger:

Solltest du gerade erst am Anfang sein und dich noch nicht richtig viel mit deinen Finanzen beschäftigt haben, empfehlen wir dir mit 2 Girokonten* und einem Tagesgeldkonto* zu starten. Dein Basis-Konto ist natürlich ein Girokonto. Für dein Spaß-Konto kannst du ebenfalls ein kostenloses Girokonto eröffnen. Beide Girokonten kannst du entweder bei einer oder auch bei 2 unterschiedlichen Banken führen. Für dein Spar-Konto solltest du über ein Tagesgeldkonto* nachdenken. Ein Tagesgeldkonto ist ebenfalls kostenlos und du bekommst noch ein paar Zinsen.  Wir haben für dich das beste Girokonto in 2019 und das beste Tagesgeldkonto in 2019 herausgesucht.

Beispiel Spar-System für Anfänger: 2 Girokonten & ein Tagesgeldkonto

  1. Girokonto bei der Comdirect*
  2. Girokonto bei der DKB*
  3. Tagesgeldkonto bei der ING-DiBa*

Für Fortgeschrittene:

Wenn du schon etwas fortgeschrittener bist, dann sollte dein Sparsystem wie folgt aussehen: 1 Girokonto & 1 Tagesgeldkonto & 1 Spar-Depot.

Dein Girokonto regelt für dich wieder deinen gesamten Zahlungsverkehr. Auf deinem Tagesgeldkonto sparst du für größere Urlaube. Zusätzlich eröffnest du dir ein kostenloses Depot. In diesem Depot fängst du mit ETF-Sparen an und baust hier langfristig ein Vermögen auf. Die besten Depots in 2019 kannst du in unserem Artikel nachlesen. Gute Depots sind unter anderem Comdirect* oder Onvista*.

Beispiel Spar-System für Fortgeschrittene: 1 Girokonto & 1 Tagesgeldkonto & 1 Spar-Depot

  1. Girokonto bei der DKB*
  2. Tagesgeldkonto bei der ING-DiBa*
  3. Spar-Depot bei Onvista*

Das Drei-Konten-Modell: Welche Bank eignet sich am besten? 

Girokonto: Comdirect*

Weitere Details zu den besten Girokonten findest du im Artikel: Girokonto eröffnen 

Tagesgeldkonto: ING-DiBa*

Weitere Details zu den besten Tagesgeldkonten findest du im Artikel: Tagesgeldkonto eröffnen

ETF-Depot: Onvista*

Weitere Details zu den besten Depots findest du im Artikel: Depot eröffnen

Die Vorteile des 3-Konten-Modell

Dir ist das 3-Konto-Modell jetzt verständlich? Sehr gut! Wir haben dir trotzdem nochmals kurz die Vorteile des 3-Konten-Modells zusammengefasst. Warum solltest du nun insgesamt das 3-Konten-Modell verwenden?

✅ Geringe Komplexität

Du kannst schnell 2 Girokonten kostenlos eröffnen und dir monatliche Daueraufträge einrichten. Das Ganze dauert nur wenige Minuten und dein Sparsystem steht für Jahre.

✅ Du setzt ein automatisches Spar-System auf

Dein Sparsystem ist auf das automatische kontinuierliche Sparen ausgelegt. Du bleibst langfristig am Ball und profitierst so vom Zinseszins.

✅ Build your Mindset: Du denkst an dein

Du stellst dein Geld und deine Finanzen an erste Stelle. Dir sind deine monatlichen Budget besser bewusst und Geld taucht öfters bei dir im Alltag auf.

✅ Ziele und Vision: Du setzt dir konkrete monatliche Sparziele

Du hast dir ein klares monatliches Ziel gesetzt, wie viel du sparen willst und wie hoch deine Sparquote ist. Im Idealfall hast du dir sage eine Vision geschaffen, was du mit deinem Gesparten Geld erreichen willst (z.B. finanzielle Freiheit oder die Absicherung der Bildung deiner Kinder).

Das 3-Konten-Modell in der Ehe

Ehe-3-Konto-Modell

Geld spielt auch in einer Beziehung oder in einer Partnerschaft eine große Rolle. Natürlich behaupten viele, dass Geld bei ihnen in der Beziehung nie ein Thema ist. Doch dann solltest du Geld in deiner Beziehung vielleicht einmal zu einen Thema machen. Denn nur wenn klare Regel bestehen und eine gleichberechtigte Aufteilung entstanden ist, dann führst du auch eine gleichberechtigte Beziehung, Ehe oder Familie.

Wie funktioniert das 3-Konten-Modell in der Ehe

Das Drei-Konten-Modell bei einer Familie oder in der Ehe funktioniert etwas anders als das normale 3-Konten-System. Denn in einer Familie hast du oftmals 2 Einkommen. Das einzige was beide Varianten gemeinsam haben ist, dass sie jeweils 3 Konten verwenden. Bei einem 3-Konten-Modell in der Ehe, geht es viel mehr um die gerechte und gleichmäßige Verteilung zwischen 2 Partnern.

Schritt 1: Alle Einnahmen fließen auf ein Konto 

Die kompletten Einnahmen beider Partner fließen auf ein Konto. Dafür benötigst du am besten ein Gemeinschaftskonto. Dies kannst du bei vielen Banken zusammen mit deinem Partner beantragen. Sobald du das Gemeinschaftskonto eingerichtet hast, solltet ihr die Fixkosten von diesem Konto direkt abbuchen lassen. Dazu zählen Miete, Strom, Wasser, Kita-Ausgaben,

Schritt 2: Die restlichen Beträge fließen zurück an beide Partner 

Solltet ihr nach euren Fixenkosten und Ausgaben für euere Kinder noch etwas übrig haben, fließt das restliche Geld 50/50 zurück an euch. Mit dem restlichen Geld könnt ihr beide selbstständig frei verfügen. Du kannst dich nun wiederum an den obigen 3-Konten-Modell orientieren und ein weiteres Urlaubskonto oder Bildungskonto einrichten sowie ein Sparkonto (Tagesgeldkonto oder ETF-Depot).

Fazit: Das Drei-Konten-Modell kannst du auch sehr gut für deine Familie oder in deiner Ehe nutzen.

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